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Porträt von René Lang

 


René Lang erblickte am 08.04.1986 das Licht der Welt. Er wuchs mit  zwei Schwestern und einem Bruder in Pfaffnau auf. Nach einem kurzen Abstecher nach Reiden wohnte er wieder in Pfaffnau. Danach machte er einen weiteren Abstecher nach Dagmersellen, bis er mit seiner Freundin nach Möhlin zog.

Durch seine Schwestern entdeckte er den Radsport. Zuerst spielte René wie viele Kinder Fussball, doch weil seine beiden Schwestern und sein älterer Bruder Radsport betrieben, tat er es ihnen bald einmal gleich und er entdeckte seine Freude daran. Man kann sagen, der Radsportvirus total. Mit 12 Jahren begann René Strassenrennen zu fahren. Wenig später fuhr er die ersten Radquer Cup Rennen, zuerst nur regionale, später auch nationale.

Als 17-Jähriger wurde René Vize-Schweizermeister der Junioren. Dieser Erfolg schon im ersten Jahr, zeigte sein grosses Talent. Im folgenden Jahr gelang es René den Podestplatz des Vorjahres zu bestätigen. Besser noch: 2004 wurde René  Radquer Schweizermeister der Junioren. Auch an der Weltmeisterschaft in Port-Chateau konnte er mit einem 7. Rang sein grosses Können unter Beweis stellen.

Neben seinem Einsatz für seine sportlichen Erfolge, machte René eine Lehre als Landmaschinen-Mechaniker. Er arbeitete in der Lehre  durchweg Hundertprozent, konnte aber immer auf die Unterstützung seines Arbeitgebers zählen. Sein Lehrmeister drückte manchmal ein Auge zu, wenn René den Montagmorgen zur Erholung benötigte. Demgegenüber unterstrich sein Gewerbeschullehrer immer wieder den Vorrang der beruflichen Ausbildung gegenüber einer sportlichen Karriere und machte René manchmal auf die Wichtigkeit seiner Ausbildung aufmerksam.  René  schloss jedoch seine Lehre gut ab und konzentrierte sich anschliessend voll und ganz auf den Radsport.

Nach der Lehre versuchte René sich drei Monate lang als Profi. Er konzentrierte sich voll und ganz auf die Radquer Saison. Sein Plan war es, in dieser Zeit nach Belgien zu gehen, um dort die gut bezahlten C1 Rennen zu bestreiten. Mit grosser Unterstützung der Schweizer Radquerszene konnte er Kontakt zu einer Belgischen Betreuerin knüpfen, welche ihm für diese Zeit ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellte. Schon die Kommunikation mit der Betreuerin ist eine eigene Geschichte wert, denn René sprach mit ihr Deutsch und erhielt die Antwort in Englisch. Die Gespräche wurden zum Teil mit Hände und Füsse geführt.

Leider war die Zeit in Belgien nicht mit Erfolg gekrönt. René konnte nur drei von zehn Rennen bestreiten, weil  die Startverhandlungen nicht wie gewünscht verliefen. Als er nach diesem Abenteuer in die Schweiz zurückkehrte, arbeitete er 50 Prozent in seinem erlernten Beruf.

Vier Jahre nach seinem Schweizermeistertitel bei den Junioren zeigte René, dass er auch bei den U23 zu den besten gehört. René wurde im 2008 zum zweiten Mal in seiner Karriere Schweizermeister. Im letzten Jahr der Kategorie U23 setzte er alles daran, gute Sponsoren zu bekommen und einen Top Ten Platz bei der WM in Italien zu erreichen. Für dieses Ziel verfolgte er einen speziellen Weg: Mit dem Nationalmannschaftscoach und einem weiteren Spitzenrennfahrer fuhr er manchmal am Samstag ein Rennen in Italien und am Sonntag eines in Belgien. Mit Nachtflügen flogen sie quer durch Europa oder waren oft stundenlang mit dem Auto  unterwegs. Bei vielen Rennen konnten sie beachtliche Resultate erzielen, doch bei ihrem grössten Ziel, der Weltmeisterschaft, wurden sie vom Pech verfolgt und verpassten das angestrebte Ziel, einen Platz unter den ersten Zehn. Heute gehört René Lang in der Kategorie Elite zu den fünf besten Schweizer Radquerfahrern. René hat sich zum Ziel gesetzt, einer der besten drei Fahrer zu werden. Zudem möchte er in der nächsten Saison bei den Weltcup Rennen auf einen der ersten 20. Plätze kommen, damit er sich für die Weltmeisterschaft bei den Elitefahrern qualifizieren kann.

René Lang:

Beruf: Landmaschinenmechaniker
Gewicht: 74 kg
Grösse: 186 cm,
Wohnort: Möhlin
Hobbies: Musik, Sport allgemein

Grösste Erfolge:
1. Schweizermeisterschaft 2004, 2008
2. Schweizermeisterschaft 2003,
7. Weltmeisterschaft 2004

 

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